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Pressemitteilung: Arbeitsentwurf EEG 2027 — Ylektra begrüßt das Bekenntnis zur Agri-Photovoltaik, warnt jedoch vor regulatorischer Stagnation

Köln, 27.02.2026 – Der jüngst bekan­nt gewor­dene Arbeit­sen­twurf zur Nov­el­le des EEG 2027 markiert zwar einen ambi­tion­ierten Meilen­stein für den solaren Aus­baup­fad, lässt jedoch in einem entschei­den­den Punkt die notwendi­ge Entschlossen­heit ver­mis­sen. Während das Gesam­tauss­chrei­bungsvol­u­men für klas­sis­che Frei­flächenan­la­gen mas­siv auf 14 Gigawatt pro Jahr aus­geweit­et wer­den soll, ver­har­ren die Kontin­gente für beson­dere Solaran­la­gen (Agri-PV) auf dem Stand des Solarpakets I.

Aus Sicht der Ylek­tra GmbH führt dieses Ein­frieren der Volu­mi­na fak­tisch zu ein­er rel­a­tiv­en Reduk­tion der Agri-PV gegenüber dem all­ge­meinen Mark­thochlauf. „Ein bloßes Fes­thal­ten an Zahlen von gestern kon­terkari­ert den Geist des Koali­tionsver­trages und ignori­ert die tech­nol­o­gis­che Real­ität“, erk­lärt Dr. Vigen Niko­gosian, Geschäfts­führer der Ylek­tra GmbH.

Agri-PV als Antwort auf die Flächenfrage und Klimaresilienz

Die Agri-Pho­to­voltaik ist weit mehr als eine tech­nis­che Nis­che; sie ist die Lösung für den drän­gen­den Nutzungskon­flikt in einem dicht besiedel­ten Indus­trieland. In der gesellschaftlichen Debat­te zeich­net sie sich durch eine sig­nifikant höhere Akzep­tanz aus, da sie die visuelle Iden­tität ländlich­er Räume wahrt und die Nahrungsmit­tel­pro­duk­tion nicht ver­drängt, son­dern syn­er­getisch ergänzt. Damit ein­her geht eine gesteigerte kom­mu­nale Wertschöp­fung: Anstatt Flächen der Land­wirtschaft dauer­haft zu entziehen, sta­bil­isiert die Agri-PV die ökonomis­che Basis lokaler Agrar­be­triebe und fördert eine notwendi­ge Diver­si­fika­tion. In Zeit­en zunehmender Extremwet­ter­ereignisse fungieren die Anla­gen zudem als essen­zielle Schutzsys­teme für Nutzpflanzen gegen Hagel, Frost oder Hitze und stärken so unmit­tel­bar die Resilienz der heimis­chen Pro­duk­tion.

Wettbewerbsfähigkeit bereits heute unter Beweis gestellt

Dass diese Sys­temvorteile längst mark­treif sind, bele­gen die jüng­sten Auss­chrei­bun­gen der Bun­desnet­za­gen­tur: Hier ent­fie­len bere­its rund 10 % der Zuschläge im ersten Seg­ment auf Agri-PV-Konzepte – ein klares Sig­nal für die wach­sende Wet­tbe­werb­s­fähigkeit der Tech­nolo­gie bei einem ger­ingfügi­gen Tech­nolo­giebonus. Wis­senschaftliche Analy­sen, unter anderem des Thü­nen-Insti­tuts, stützen diesen Trend und zeigen, dass die Stromgeste­hungskosten (LCOE) bei großen Anla­gen lediglich um etwa 4 % über denen kon­ven­tioneller Sys­teme liegen.

„Agri-PV ist kein Kosten­prob­lem, son­dern eine Sys­te­mentschei­dung. Es wäre fatal, diesen Akzep­tanz­mo­tor der Energiewende durch stag­nierende Volu­mi­na kün­stlich auszubrem­sen, während die klas­sis­che Frei­fläche mas­siv skaliert“, so Niko­gosian weit­er.

Ylek­tra appel­liert daher an den Geset­zge­ber, die im Entwurf enthal­te­nen Prüfvor­be­halte durch ambi­tion­ierte, mit dem Gesamthochlauf wach­sende Kontin­gente zu erset­zen. Nur durch eine faire Alloka­tion der Volu­mi­na kann das Poten­zial der Dop­pel­nutzung für eine resiliente und gesellschaftlich getra­gene Energiewende voll aus­geschöpft wer­den.