Agri-PV-Anlagen in Deutschland
In Deutschland sind derzeit Agri-PV-Anlagen mit 304 MW an 58 Standorten nachweislich registriert.
- 304MWnachweislich als Agri-PV registriert
- 58Standorte in 9 Bundesländern
- 1,41%Anteil am Freiflächen-Zubau 2025
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Gezählt werden dabei nur Einheiten, für die im Marktstammdatenregister „Besondere Solaranlage nach § 85c EEG“ und „Fläche wird landwirtschaftlich genutzt“ angegeben sind. Mehrere Bauabschnitte eines Parks sind dabei zu einem Standort zusammengefasst. Methodik
Wie schnell Agri-PV in Deutschland wächst
Agri-PV wächst deutlich schneller als der Freiflächenmarkt insgesamt. Denn gemessen an allen neu in Betrieb genommenen Freiflächen-Solaranlagen hat sich ihr Anteil seit 2023 etwa um das 11-Fache erhöht.
Inbetriebnahmen laut Register bis 30.09.2026. Nachmeldungen können die Werte der letzten Quartale deshalb noch erhöhen.
Daten als Tabelle
| Quartal | Agri-PV in Betrieb genommen (MW) | Geplant (MW) | Freiflächen-Zubau gesamt (MW) | Anteil Agri-PV |
|---|---|---|---|---|
| Q1 2023 | 1,5 | – | 792 | 0,18 % |
| Q2 2023 | 0,1 | – | 1.044 | 0,01 % |
| Q3 2023 | 4,0 | – | 936 | 0,43 % |
| Q4 2023 | 0,0 | – | 1.564 | 0,00 % |
| Q1 2024 | 5,5 | – | 1.532 | 0,36 % |
| Q2 2024 | 8,4 | – | 1.334 | 0,63 % |
| Q3 2024 | 10,1 | – | 1.332 | 0,76 % |
| Q4 2024 | 27,0 | – | 2.283 | 1,18 % |
| Q1 2025 | 2,2 | – | 1.754 | 0,12 % |
| Q2 2025 | 8,5 | – | 1.329 | 0,64 % |
| Q3 2025 | 69,9 | – | 2.479 | 2,82 % |
| Q4 2025 | 37,6 | – | 2.815 | 1,34 % |
| Q1 2026 | 17,4 | – | 2.110 | 0,82 % |
| Q2 2026 | 22,1 | – | 2.143 | 1,03 % |
| Q3 2026 | 43,3 | – | 2.618 | 1,65 % |
| Q4 2026 | – | 10,4 | – | – |
| Q1 2027 | – | 15,7 | – | – |
| Q2 2027 | – | 20,0 | – | – |
Die größten Agri-PV-Anlagen in Deutschland
Die Rangliste ordnet die Agri-PV-Anlagen in Deutschland nach registrierter Leistung je Standort. Außerdem zeigt ein Klick die Anlage auf der Karte.
Dabei sind mehrere Registereinheiten eines Parks, etwa Bauabschnitte oder einzelne EEG-Zuschläge, zu einem Standort zusammengefasst.
Agri-PV-Anlagen nach Bundesland
Bayern führt mit 104 MW, gefolgt von Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg. Zudem zeigt ein Klick das Bundesland auf der Karte.
Ihre Fläche fehlt noch auf dieser Karte.
Ylektra plant, baut und betreibt Agri-PV-Anlagen mit Batteriespeicher, und zwar von der Flächensicherung bis zum Netzanschluss. Ihre Fläche bleibt dabei landwirtschaftlich nutzbar, und die Prüfung ist kostenlos und unverbindlich.
Was als Agri-PV zählt
Agri-Photovoltaik nutzt eine Fläche gleichzeitig für Landwirtschaft und Solarstrom. Die Norm DIN SPEC 91434 legt dabei fest, dass mindestens 66 % des landwirtschaftlichen Ertrags erhalten bleiben müssen. Auf diese Anforderungen stützt sich außerdem die Festlegung der Bundesnetzagentur für besondere Solaranlagen im EEG.
Mehr zu Förderung, Genehmigung und Pacht finden Sie außerdem in der Agri-PV-Wissensdatenbank und zum EEG 2027 im Beitrag Kabinettsbeschluss zur EEG-2027-Novelle.
So zählt der Atlas
- Grundlage sind zunächst alle 21.349 Freiflächen-Solareinheiten im Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur.
- Aufgenommen wird jedoch nur, wer „Besondere Solaranlage nach § 85c EEG“ und „Fläche wird landwirtschaftlich genutzt“ angegeben hat, auf früher landwirtschaftlich genutzter Fläche.
- Anschließend werden die 84 Registereinheiten zu 58 Standorten zusammengefasst: gleicher Netzanschluss oder weniger als 1 km Abstand in derselben Gemeinde.
- Der Atlas ist daher eine Untergrenze und wird jede Woche aktualisiert.
Alle Kriterien und Grenzen
Ausgeschlossen sind hingegen Moor- und Parkplatz-PV, Brachland als Vornutzung, Inbetriebnahmen vor 2022 und Einheiten mit mehr als 2.000 kWp je Hektar, weil diese Angaben widersprüchlich sind. Die Registerangaben sind Selbstauskünfte der Betreiber; außerdem gibt es die Flächenmerkmale erst seit Oktober 2025. Eine Kategorie nach DIN SPEC 91434 enthält das Register nicht; sie wird deshalb nicht ausgewiesen. Standorte ohne Koordinaten sind zudem näherungsweise verortet. Schließlich vergleicht der Zeitverlauf mit den Inbetriebnahmen aller Freiflächen-Solaranlagen im Register.
Daten: Marktstammdatenregister, Bundesnetzagentur (Datenlizenz Deutschland – Namensnennung 2.0). Karte: deutschlandGeoJSON (GADM). Aufbereitung: Ylektra GmbH.
Was als Nächstes ans Netz geht
Einen Ausblick geben außerdem die Ausschreibungen der Bundesnetzagentur. Allerdings weist die Bundesnetzagentur dort nur Summen für besondere Solaranlagen aus, also Agri-PV zusammen mit Parkplatz- und Moor-PV.
- ≈ 192MWZuschläge für besondere Solaranlagen 2023 und 2024 zusammen
- 204MW30 Zuschläge im Gebotstermin 1. Dezember 2025
- 439MW59 Zuschläge im Gebotstermin 1. März 2026
Quellen: Bundesnetzagentur, Pressemitteilungen vom 13.02.2026 und 12.05.2026; Wert 2023/2024 zitiert bei energiezukunft.eu. Für weitere Gebotstermine sind dagegen keine Agri-PV-Werte veröffentlicht.
Aktuelle Agri-PV-Projekte aus den Medien
Projekte im Bau oder kurz nach der Inbetriebnahme, bei denen unter oder zwischen den Modulen nachweislich Landwirtschaft betrieben wird. Sie fließen jedoch erst in die Atlas-Zahlen ein, wenn der Betreiber sie im Register als besondere Solaranlage nach § 85c EEG auf landwirtschaftlich genutzter Fläche kennzeichnet. Einige bereits registrierte Projekte fehlen deshalb noch, weil diese Kennzeichnung im Register fehlt.
14.10.2026
Im Bautop agrar lesenRiepholm (Visselhövede), Niedersachsen
Hier entstehen 7,9 MWp über 11 ha Bio-Ackerbau, und zwar mit Trackern in 2,20 m Achshöhe. Eingeweiht wurde die Anlage im Oktober; anschließend ist der Netzanschluss für Dezember 2026 geplant.
13.10.2026
In BetriebPV-Navi lesenSelchow (Schönefeld), Brandenburg
Rund 48 MWp auf 76 ha, Ackerbau unter nachgeführten Modulen bis 3,50 m Höhe. Nach elf Monaten Bauzeit ging die Anlage schließlich in Betrieb.
12.10.2026
Im BauPhoton lesenSoest, Nordrhein-Westfalen
5,1 MW Agri-PV der Kategorie II mit Trackern. Der Bau hat begonnen; danach ist die Inbetriebnahme für Mitte 2027 geplant. Projektierung und Bau: Ylektra.
01.10.2026
In Betriebdpa / Volksstimme lesenBad Klosterlausnitz, Thüringen
Knapp 7 MW auf 6,4 ha über Heidelbeeren, Himbeeren und Johannisbeeren. Die Module stehen dabei in 3 bis 4 m Höhe; bewirtschaftet wird die Fläche von einem Bio-Betrieb.
23.03.2026
Im BauSolarserver lesenSteinhöfel, Brandenburg
Zunächst entsteht ein erster Bauabschnitt mit 106 MWp und EEG-Zuschlag. Module ab 2,10 m Höhe, darunter Ackerfruchtfolgen sowie Arznei- und Gewürzkräuter. Insgesamt sind im Endausbau bis zu 753 MWp geplant.