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DBV-Situationsbericht 2024/2025: Trübe Aussichten für die Landwirtschaft – Agri-PV als potenzieller Ausweg

2 Min. Lesezeit

In Zeit­en wirtschaftlich­er Stag­na­tion und sink­ender Erzeuger­preise sucht die Land­wirtschaft in Deutsch­land nach neuen Wegen. Der jüng­ste Sit­u­a­tions­bericht des Deutschen Bauern­ver­bands (DBV) für das Wirtschaft­s­jahr 2024/2025 unter­stre­icht die Her­aus­forderun­gen der Branche. Während die Gewinne stag­nieren und Ver­luste in vie­len Bere­ichen zunehmen, kön­nte Agri-PV (Agri-Pho­to­voltaik) eine smarte Lösung bieten, um diese Ver­luste zu kom­pen­sieren.

Stagnation und Rückgänge in der Landwirtschaft

Der DBV-Sit­u­a­tions­bericht 2024/2025, der am 11. Dezem­ber 2025 in Berlin präsen­tiert wurde, zeich­net ein nüchternes Bild der deutschen Land­wirtschaft. Der Pro­duk­tion­swert des Sek­tors Land- und Forstwirtschaft sowie Fis­cherei belief sich auf 81,4 Mil­liar­den Euro – ein Rück­gang von 1,5 Prozent im Ver­gle­ich zu 2023. Das Agribusi­ness stellte 4,6 Mil­lio­nen Arbeit­splätze, was etwa zehn Prozent der Beschäftigten in Deutsch­land aus­macht.

Bei den Haupter­werb­s­be­trieben lag das durch­schnit­tliche Unternehmensergeb­nis bei 78.500 Euro je Betrieb, was dem Vor­jahres­niveau entspricht, aber unter der all­ge­meinen Preis­steigerung liegt. DBV-Präsi­dent Joachim Ruk­wied warnte: „Der Motor stot­tert.“ Die Entwick­lung zeigt große Unter­schiede zwis­chen den Betrieb­s­for­men: Während Milchviehhal­tun­gen ihre Ergeb­nisse um 46 Prozent steigern kon­nten, verze­ich­neten Acker­baube­triebe ein Minus von 36 Prozent, Vered­lungs­be­triebe 28 Prozent und der Wein­bau 16 Prozent.

Aktuell kämpfen Land­wirte mit hohen Kosten für Energie, Dünger und Maschi­nen, während Erzeuger­preise fall­en. Bei Weizen und Zuck­er­rüben entste­hen Ver­luste pro Tonne, trotz guter Ern­ten. In der Milch­pro­duk­tion sanken Preise in der ersten Hälfte des laufend­en Jahres, mit But­ter­preisen von nur 0,99 Euro pro Päckchen – ein Preis, den Ruk­wied als „inakzept­abel“ beze­ich­nete. Der Wein­bau befind­et sich in der größten Krise seit Jahrzehn­ten, mit anhal­tenden Rück­gän­gen.

Ruk­wied forderte reg­u­la­torische Änderun­gen auf EU-Ebene, darunter Ent­bürokratisierung und die Rück­nahme von Verord­nun­gen wie der EU-Ent­wal­dungsverord­nung und der Bodenüberwachungsrichtlin­ie. Der DBV kri­tisiert den geplanten Omnibus-Vorschlag, der weniger Pflanzen­schutzmit­tel zulässt und neue Schädlinge wie die Schilf-Glas­flügelzikade erschw­ert bekämpft. Zudem appel­liert der Ver­band an ein größeres EU-Agrar­bud­get und faire Han­del­sregeln im Mer­co­sur-Abkom­men. Der DBV unter­stützt Demon­stra­tio­nen in Brüs­sel und warnt vor Job­ver­lus­ten, Investi­tion­sstopps und Pro­duk­tionsver­lagerun­gen ins Aus­land.

Ins­ge­samt prog­nos­tiziert der Bericht „besten­falls trübe Aus­sicht­en“ für das Wirtschaft­s­jahr 2025/2026, mit ein­er poten­ziellen Abwärtsspi­rale durch anhal­tende Kosten­steigerun­gen und Preis­senkun­gen. Der Sit­u­a­tions­bericht betont auch langfristige Trends: Ein Land­wirt ernährt heute 139 Per­so­n­en, doch die Branche schrumpft.

Agri-PV: Eine Lösung nicht nur zur Kompensation von Verlusten, sondern zur Gewinnsteigerung in der Landwirtschaft

Agri-PV mit Tracker
Zuck­er­rüben in Kom­bi­na­tion mit nachge­führter Agri-PV (Ylek­tra GmbH)

Agri-PV ermöglicht die dop­pelte Nutzung von Flächen für Land­wirtschaft und Stromerzeu­gung. Solarpa­neele gener­ieren zusät­zliche Ein­nah­men durch Stromverkauf, was Ver­luste aus dem DBV-Sit­u­a­tions­bericht deut­lich mehr als aus­gle­ichen kann. Stu­di­en zeigen sig­nifikante Ertragssteigerun­gen und Kli­ma­vorteile. Förder­pro­gramme machen den Ein­stieg sehr attrak­tiv für Land­wirte.

Fazit: Aus der Krise lernen – Agri-PV als Ergänzung zur Landwirtschaft

Der DBV-Sit­u­a­tions­bericht 2024/2025 mah­nt zu einem Poli­tik­wech­sel, um die Land­wirtschaft zu stärken. Agri-PV bietet hier eine prak­tis­che Ergänzung, die wirtschaftliche Sta­bil­ität schafft.