Nordrhein-Westfalen verstärkt seine Bemühungen im Bereich der Photovoltaik auf Freiflächen, um den Ausbau der erneuerbaren Energien zu beschleunigen. Bisher ist das Potenzial dieser Technologie noch nicht vollständig ausgeschöpft, da Freiflächen-PV erst sechs Prozent der installierten Photovoltaikleistung in NRW ausmacht. Mit dem Ziel, die installierte PV-Leistung bis 2030 auf mindestens 21 Gigawatt zu erhöhen – mehr als eine Verdopplung im Vergleich zu den aktuellen zehn Gigawatt – hat die Landesregierung das Förderprogramm „progres.nrw – Klimaschutztechnik“ neu aufgelegt.
Das Programm fördert Investitionen in Freiflächenanlagen sowie Floating- und Agri-PV-Anlagen, die keine EEG-Förderung erhalten, mit Zuschüssen von 20 bis 25 Prozent der Investitionskosten. Besonders unterstützt werden auch Planungs- und Beratungsleistungen mit bis zu 70 Prozent der Kosten. Hierzu zählen unter anderem Vorplanungs- und Potenzialstudien sowie Gutachten zur Umweltverträglichkeit.
Ein zentrales Element der Landesstrategie ist die im Mai 2024 umgesetzte Änderung des Landesentwicklungsplans, die die nutzbaren Flächen für Photovoltaikprojekte erweitert hat. Diese Maßnahme, zusammen mit der neuen „Energie- und Wärmestrategie NRW“, soll den Weg für den weiteren Ausbau ebnen und Unternehmen durch die Senkung der Betriebskosten unterstützen. Der Ausbau der Freiflächen-PV wird als kostengünstigste Form der Stromerzeugung angesehen und spielt eine Schlüsselrolle bei der Energiewende in NRW.
