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Agri-PV in Armsheim: Wie Ylektra auf 70 Hektar Landwirtschaft und Energiewende zusammenbringt

Die Orts­ge­meinde Armsheim in der Ver­bands­ge­meinde Wörrstadt (Rhein­hessen) hat den Weg für eines der größten Agri-PV-Pro­jek­te der Region freigemacht. Der Orts­ge­mein­der­at hat am 10. Juni 2026 den Abschluss eines städte­baulichen Ver­trages beschlossen – die rechtliche Grund­lage für die Errich­tung ein­er Agri-Pho­to­voltaik-Anlage mit rund 50 Megawatt Leis­tung auf etwa 70 Hek­tar west­lich der Auto­bahn A 61. Entwick­elt wird das Pro­jekt von der Ylek­tra GmbH, einem auf hybride Agri-PV-Lösun­gen spezial­isierten Pro­jek­ten­twick­ler aus Köln.

Was auf den ersten Blick nach ein­er klas­sis­chen Stan­dort­mel­dung klingt, ist in Wirk­lichkeit ein Blau­pausen-Pro­jekt. Es zeigt, wie sich in ein­er der ertragsstärk­sten Acker­bau­re­gio­nen Deutsch­lands Stromerzeu­gung und Land­wirtschaft nicht gegen­seit­ig auss­chließen, son­dern ergänzen müssen.

Kurz gesagt: Die Ylek­tra GmbH ist ein auf Agri-Pho­to­voltaik und Bat­ter­iespe­ich­er spezial­isiert­er Pro­jek­ten­twick­ler mit Sitz in Köln. Das Unternehmen ver­fügt Stand Juli 2026 über eine Pro­jek­t­pipeline von rund 850 Megawatt (MW) Agri-PV und Hybrid-Energielö­sun­gen in Deutsch­land – darunter das 50-MW-Pro­jekt in Armsheim (Rhein­hessen).

Das Projekt in Armsheim im Überblick

  • Stan­dort: Orts­ge­meinde Armsheim, Ver­bands­ge­meinde Wörrstadt, Land­kreis Alzey-Worms (Rhein­hessen)
  • Fläche: ca. 70 Hek­tar, west­lich der A 61
  • Leis­tung: rund 50 Megawatt
  • Jahresstromer­trag: entspricht dem Ver­brauch von ca. 20.000 Haushal­ten
  • Land­wirtschaftliche Weit­er­nutzung: rund 90 % der Fläche
  • Sta­tus: städte­baulich­er Ver­trag beschlossen (10. Juni 2026); Bauleit­plan­ver­fahren und Änderung des Flächen­nutzungs­plans fol­gen mit Beteili­gung von Öffentlichkeit und Trägern öffentlich­er Belange

Voraus­ge­gan­gen war eine inten­sive Abstim­mung mit der Pla­nungs­ge­mein­schaft Rhein­hessen-Nahe, der Kreisver­wal­tung Alzey-Worms, der Land­wirtschaft­skam­mer Rhein­land-Pfalz sowie weit­eren Fach­be­hör­den. Dieser Prozess zeigt, wie viel kom­mu­nale und regionale Abstim­mung hin­ter einem Agri-PV-Pro­jekt dieser Größenord­nung steckt.

Wie funktioniert die Doppelnutzung konkret?

Der Kern von Agri-PV ist die gle­ichzeit­ige Nutzung ein­er Fläche für Acker­bau und Stromerzeu­gung. In Armsheim set­zt Ylek­tra dafür auf einach­sig nachge­führte Solar­mod­ule mit einem Rei­hen­ab­stand von 13,5 Metern. Daraus ergibt sich eine Arbeits­bre­ite von zwölf Metern zwis­chen den Mod­ul­rei­hen – aus­re­ichend, damit herkömm­liche Land­maschi­nen die Flächen weit­er­hin bewirtschaften kön­nen.

Die beste­hende Frucht­folge aus Zuck­er­rüben und Getrei­de soll erhal­ten bleiben. Unter den Mod­ul­rei­hen sind zusät­zlich Blüh- und Grün­streifen vorge­se­hen, die einen Beitrag zur Arten­vielfalt leis­ten. In Kom­bi­na­tion mit der Beschat­tung durch die Mod­ule kann das die Ver­dun­stung reduzieren. Außer­dem kann es den Wasser­haushalt des Bodens ger­ade in Hitze- und Trock­en­pe­ri­o­den sta­bil­isieren. Dies ist ein Effekt, der in Rhein­hessen mit seinen ertra­gre­ichen, aber zunehmend trock­en­heits­ge­fährde­ten Böden beson­ders rel­e­vant ist.

Batteriespeicher inklusive: Warum das für das lokale Stromnetz wichtig ist

Neben den Mod­ulen plant Ylek­tra einen Großspe­ich­er, der den erzeugten Strom für zwei bis vier Stun­den zwis­chen­spe­ich­ern kann. Das erlaubt es, die Ein­speisung zeitlich zu ver­schieben – weg von Erzeu­gungsspitzen, hin zu Zeit­en mit hoher Net­zaus­las­tung oder Nach­frage. Für ein lokales Verteil­netz, das mit wach­sender Pho­to­voltaik-Ein­speisung ohne­hin unter Druck ste­ht, ist das ein spür­bar­er Unter­schied. Es gibt weniger Abregelung, mehr net­z­di­en­liche Ein­speisung und plan­barere Last­flüsse.

Dieser hybride Ansatz aus Agri-PV und Bat­ter­iespe­ich­er ist kein Zufall, son­dern Teil der Ylek­tra-Strate­gie. Das Unternehmen zählt zu den führen­den Pro­jek­ten­twick­lern für solche inte­gri­erten Lösun­gen in Deutsch­land.

Was das Projekt für Armsheim und die Verbandsgemeinde Wörrstadt bedeutet

Für die Kom­mune ist das Pro­jekt mehr als eine Flächen­nutzung. Neben Beteili­gungsmöglichkeit­en nach dem Erneuer­bare-Energien-Gesetz (EEG) kön­nen sich langfristig zusät­zliche kom­mu­nale Ein­nah­men ergeben – Geld, das direkt vor Ort bleibt.

„Mit diesem Leucht­turm­pro­jekt in der Ver­bands­ge­meinde Wörrstadt zeigen wir: Energiewende und Land­wirtschaft schließen sich nicht aus – sie gehören zusam­men”, sagt Bürg­er­meis­ter Markus Con­rad. Orts­bürg­er­meis­ter Chris­t­ian Wertke ergänzt, das Pro­jekt lasse die land­wirtschaftlichen Flächen „fast voll­ständig pro­duk­tiv” und bringe der Gemeinde gle­ichzeit­ig eine ver­lässliche Ein­nah­me­quelle.

Auch Ylek­tra-Geschäfts­führer Dr. Michael Peters ord­net den Beschluss strate­gisch ein: „Der Beschluss in Armsheim ist ein Meilen­stein. Er beweist, dass vorauss­chauende Kom­munen die Weichen für eine intel­li­gente Energiewende stellen kön­nen.”

Agri-PV in Deutschland: Warum Projekte wie Armsheim gerade jetzt zunehmen

Armsheim ste­ht nicht isoliert da. Agri-Pho­to­voltaik ist inzwis­chen ein eigen­ständi­ges, poli­tisch bevorzugtes Seg­ment im deutschen Solar­markt:

  • Für Land­wirte verän­dert Agri-PV die Wirtschaftlichkeit ein­er Fläche grundle­gend: Anders als bei klas­sis­ch­er Frei­flächen-Ver­pach­tung, bei der der Ack­er­ertrag kom­plett wegfällt, addieren sich bei Agri-PV Pachtein­nah­men und land­wirtschaftlich­er Ertrag auf dem Großteil der Fläche.
  • Eine Analyse des Fraun­hofer ISE bez­if­fert das tech­nis­che Poten­zial von Agri-PV auf beson­ders geeigneten Flächen in Deutsch­land auf rund 500 Gigawatt-Peak. Das ist the­o­retisch genug, um die deutschen Pho­to­voltaik-Aus­bauziele bis 2040 allein abzudeck­en.

Ger­ade in Regio­nen mit beson­ders guten Acker­bö­den – wie Rhein­hessen – ist das ein entschei­den­des Argu­ment. Eine klas­sis­che Frei­flächenan­lage, die die Fläche kom­plett der Land­wirtschaft entzieht, wäre auf solchen Böden kaum zu recht­fer­ti­gen. Agri-PV löst genau dieses Kon­flik­t­feld. Ob eine Fläche grund­sät­zlich infrage kommt, lässt sich anhand unser­er Über­sicht zum Agri-PV-Flächen­poten­zial einord­nen.

Ylektra als Partner für Kommunen und Landwirte

Die Ylek­tra GmbH mit Sitz in Köln hat sich auf die Entwick­lung genau solch­er hybrid­er Agri-PV-Pro­jek­te spezial­isiert – von der ersten Stan­dort­prü­fung über die Abstim­mung mit Kom­munen und Behör­den bis zur Umset­zung inklu­sive Spe­icher­in­te­gra­tion. Erst Anfang 2026 ver­meldete Ylek­tra eine Pro­jek­t­pipeline von 500 MW; inzwis­chen liegt sie bei rund 850 MW. Dies ist ein Beleg dafür, wie schnell sich das Seg­ment Agri-PV mit Bat­ter­iespe­ich­er in Deutsch­land ger­ade entwick­elt.

Das Pro­jekt in Armsheim rei­ht sich damit in eine wach­sende Pro­jek­t­pipeline ein. Es zeigt exem­plar­isch, worauf es bei Agri-PV in dicht besiedel­ten, land­wirtschaftlich inten­siv genutzten Regio­nen ankommt: enge Abstim­mung mit der Kom­mune, tech­nis­che Lösun­gen, die echte Weit­er­be­wirtschaf­tung ermöglichen, und ein Konzept, das über die reine Stromerzeu­gung hin­aus­denkt.

Häufig gestellte Fragen zu Agri-PV in Armsheim

Was ist Agri-Pho­to­voltaik (Agri-PV)? Agri-PV beze­ich­net die gle­ichzeit­ige Nutzung ein­er land­wirtschaftlichen Fläche für Acker­bau und Solarstromerzeu­gung. Die Fläche bleibt land­wirtschaftliche Haupt­nutzung, die Solaran­lage kommt als Sekundär­nutzung hinzu.

Wie viel Fläche des Pro­jek­ts in Armsheim bleibt land­wirtschaftlich nutzbar? Rund 90 Prozent der etwa 70 Hek­tar großen Fläche kön­nen weit­er­hin mit herkömm­lichen Land­maschi­nen bewirtschaftet wer­den. Die beste­hende Frucht­folge aus Zuck­er­rüben und Getrei­de soll erhal­ten bleiben.

Wie groß ist die geplante Anlage in Armsheim? Die Anlage soll eine Leis­tung von rund 50 Megawatt erre­ichen und jährlich so viel Strom erzeu­gen, wie etwa 20.000 Haushalte ver­brauchen.

Wann begin­nt der Bau der Agri-PV-Anlage in Armsheim? Mit dem Beschluss des städte­baulichen Ver­trages am 10. Juni 2026 sind die rechtlichen Rah­menbe­din­gun­gen geset­zt. Als Näch­stes fol­gen das Bauleit­plan­ver­fahren und die Änderung des Flächen­nutzungs­plans der Ver­bands­ge­meinde Wörrstadt, bei denen Öffentlichkeit und Behör­den beteiligt wer­den. Ein konkretes Baus­tart­da­tum ste­ht noch nicht fest.

Wer entwick­elt das Agri-PV-Pro­jekt in Armsheim? Die Ylek­tra GmbH aus Köln, ein auf hybride Agri-PV-Anla­gen mit Bat­ter­iespe­ich­er spezial­isiert­er Pro­jek­ten­twick­ler.

Wie prof­i­tiert die Gemeinde Armsheim von dem Pro­jekt? Neben Beteili­gungsmöglichkeit­en nach dem EEG kann die Gemeinde langfristig zusät­zliche kom­mu­nale Ein­nah­men erzie­len, während die Flächen über­wiegend land­wirtschaftlich pro­duk­tiv bleiben.

Wie groß ist die Pro­jek­t­pipeline der Ylek­tra GmbH? Die Ylek­tra GmbH ver­fügt Stand Juli 2026 über eine Pro­jek­t­pipeline von rund 850 Megawatt (MW) im Bere­ich Agri-PV und Bat­ter­iespe­ich­er in Deutsch­land. Anfang 2026 lag die Pipeline noch bei rund 500 MW.

Sie sind Kommune, Landwirt oder Flächeneigentümer?

Ylek­tra entwick­elt Agri-PV-Pro­jek­te, die Land­wirtschaft nicht ver­drän­gen, son­dern absich­ern – mit Erfahrung aus Pro­jek­ten wie Armsheim, der Eifel und weit­eren Stan­dorten in Deutsch­land. Sprechen Sie mit uns, wenn Sie eine Fläche haben, die für Agri-PV geeignet sein kön­nte.

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